Gedanken bestehen aus Wörtern, Bildern und Gefühlen, d.h. der Mensch denkt, speichert und erinnert ausschliesslich mit Hilfe dieser Faktoren. Die inhaltliche Bedeutung der Wörter, Bilder und Gefühle in Ihrem Kopf (Gedanken), ergibt die Gedankenausrichtung - die Fähigkeit, diese zu verknüpfen, einzuspeichern und dann wieder bei Bedarf abzurufen, ergibt die Gedächtnisleistung.
Beide - Gedankenausrichtung und Gedächtnisleistung - sind trainierbar wie ein Muskel. Beide zeigen immense Auswirkungen auf Motivation und Interesse, auf die Konzentrationsfähigkeit, auf den Energiehaushalt eines Menschen und damit auf seinen Antrieb uns seine Aktivität. Sie wirken auf den Ressourcenfluss und auf die Kreativität. All diese Auswirkungen unterstützen bzw. behindern den Menschen in seinem ICH-Bewusstsein.
Alle Wörter, die einem Menschen zur Verfügung stehen, gelten als sein «Wortschatz»! Diese Bezeichnung ist nicht übertrieben, denn es sind die Wörter, die das Baumaterial für Ihre Gedanken und Bilder und Gefühle bilden. Mit mentalen Techniken wird eine Nutzung und Erweiterung des Wortschatzes trainiert, denn für zielführende Ideen braucht es den richtigen Wortschaftz im Kopf! Wörter, die Sie im Kopf wälzen (Selbstgespräche), beeinflussen auch Ihren Antrieb, Ihre Stimmung und Orientierung.
Lernen heisst, neue Informationen über die Sinneskanläle aufzunehmen, sie mit bereits vorhandenen Gedächtnisspeicher-Inhalten zu verknüpfen und dadurch so aufzubereiten, dass sie selbst speicherungsfähig, d.h. merkbar werden. Mit mentalen Techniken werden optimale Verknüpfungsmöglichkeiten bereitgestellt, die idealerweise beide Gehirnhälften aktivieren.
Die besten Lern-Techniken nützen jedoch nichts, wenn die dabei angewendeten Verknüpfungen im Gehirn in sinnvollen Abständen nicht wiederholt werden. Mit Merktechniken stellen Sie sicher, dass es die verknüpften Inhalte bis in Ihr Langzeitgedächntnis schaffen und dort bei Bedarf jederzeit abrufbar sind. Das Vergessen von Wörtern hat nichts mit dem Gehirnalterungsprozess zu tun, sondern vielmehr mit der menschlichen Trägheit, mit zunehmendem Alter die Komfortzone zu verlassen zu wollen.